365-Euro-Ticket für Azubis: CSU Kreistagsfraktion bringt Antrag erneut ein.

Das sogenannte 365-Euro-Ticket wurde in der Region bereits intensiv diskutiert. Die CSU Fraktion bringt auf Initiative von Kreisrat Matthias Beer den Antrag erneut in den Kreistag ein. Die Entscheidung ob der Landkreis ein entsprechendes „Azubiticket“ befürwortet fällt am Montag (09.12.).

Bereits im April 2019 haben die CSU-Fraktionen in Stadt und Landkreis Regensburg einen Antrag zur „Modellregion für ein 365-Euro-Ticket“ gestellt. Die Initiative ging auf einen Besuch des Verkehrsministern Dr. Hans Reichhart beim CSU Neujahrsempfang zurück. Zum damaligen Zeitpunkt sind die Fraktionen im Kreistag und Stadtrat an den jeweiligen Regierungskoalitionen abgeblitzt.

Seitdem ist viel passiert die Fördermöglichkeiten sind übermittelt und die rechtlichen Voraussetzungen seitens der Staatregierung sind geschaffen. Der Freistaat Bayern hat die Bedingungen für das 365-Euro-Ticket konkretisiert und startet vorerst für Azubis und Schüler. Nürnberg wird zum Schuljahr 2020/2021 als erste Modellregion die ersten Jahrestickets ausgeben. Laut Wunsch der Staatregierung sollen die Ballungsräume München, Augsburg, Ingolstadt, Würzburg und Regensburg folgen.

„Wir sind der Meinung, dass jetzt ein guter Zeitpunkt wäre, sich auch im Landkreis Regensburg eindeutig zu positionieren und ein klares Signal zu geben. Der Freistaat Bayern bietet dem Tarifgebiet Regensburg an, zwei Drittel der Mindereinnahmen auszugleichen.“ Unterstreicht der Fraktionsvorsitzende Christian Kiendl.

Die CSU sieht auch ein klares Zustimmungsbild in der Bevölkerung und schreibt in Ihrem Antrag „in der öffentlichen Meinungsbildung zeichnet sich ein klares Bild ab.“ So fordert aktuell auch die Vollversammlung der Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz das Azubiticket.

Die erneute und modifizierte Initiative für das 365-Euro-Ticket geht auf den Beratzhausner Kreisrat Matthias Beer zurück. „Um eine echte Verkehrsentlastung für die Region Regensburg zu schaffen, sollten alle Mittel und Wege genutzt werden. Vor allem Schüler und Jugendliche sollen frühzeitig die Vorzüge eines umweltfreundlichen, serviceorientierten und kostengünstigen ÖPNV kennenlernen. Wer sich am Anfang seines Berufslebens an Zug und Bus gewöhnt hat, wird später nicht so einfach aufs Auto umsteigen. Ein Azubi auf der Strecke Beratzhausen-Regensburg würde so um 700 Euro entlastet werden. Das ist ein wirklich attraktiver ÖPNV“ so Beer.